Lachend kommt der Sommer über das Feld

Meditativ-musikalisches Ferienseminar
im Süd-Harz

 

Sonntag 13. bis Sonnabend 19.08.2017
 
Warmer Wind auf der Haut, Harzgeruch von Kiefern, das muntere Rauschen eines Baches, das Gold der Ähren. Das ist wie ein Fest: Unsere Sinne nehmen den Sommer wahr und stimmen uns ein: Heiterkeit ist unsere Resonanz, leicht wird unser Schritt, weit unser Herz und unsere Seele singt.
 

Sommerlieder, Himmelslicht, Lebensfülle


Es ist ein besonderes Gestimmt-Sein, das wir als sommerliche Erfahrung kennen. So können wir sein. Und das liegt nicht nur an den äußeren Umständen. Die machen es nur leichter, in solch eine Seins-Erfahrung einzutauchen. 

 

Wir gehen davon aus, dass dieses Potential immer schon in uns ist, gewissermaßen von Ewigkeit her. Es ist wie ein innerer Schat

z, dem wir in dieser Seminarwoche mit Singen und Bewegung, mit Meditation und innerem Horchen auf die Spur kommen wollen. 

 

Ort

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Wir sind untergebracht im Cyriakushaus in Gernrode und haben Zugang zum ehemaligen Klosterinnenhof und zur St. Cyriakus-Kirche. Sie ist ein Kleinod romanischer Kirchbaukunst und bietet uns eine Fülle an Räumen unterschiedlicher atmosphärischer und energetischer Qualität: Eine Krypta im Westen und eine zweite im Osten, der hoch gelegene Altarraum, das gegliederte Kirchenschiff und dazu ein Teil des alten Kreuzganges. Räume, die wunderbar klingen – schon wenn man in ihnen in der Stille sitzt.

 
Leitung
Volker Schmidt, Leiter der Werkstatt Spiritualität, www.spiritu.de
 
 
 
 
 
Rückblick - Newsletter Ende August 2017
 

Wir sind gerade zurück von unserer meditativ-musikalischen Ferienwoche im Harz und ich nehme diese Gelegenheit wahr, ein paar Highlights dieser Woche mit Ihnen bzw. mit Euch zu teilen.

Zu den Highlights gehört eine sehr einfache Meditationsübung über den Atem, wie sie von Thich Nhat Hanh beschrieben wird:

 

Ich atme ein und entspanne meinen Körper.

Ich atme aus und lächle.

Ich bin ganz im Jetzt

und weiß: dies ist ein wunderbarer Augenblick!

 

Seine Erläuterungen dazu und die entsprechende Quellenangabe sind unter http://www.spiritu.de/Dem_Atem_folgen.html  zu finden.

 

Wanderungen gehörten zu unserem Programm. Wir meditieren am Bach, horchen in sein Rauschen hinein, horchen tiefer und tiefer. Unser Bewusstsein wird von der Tiefe des Seins berührt. Wir gehen ein paar Schritte weiter, werden stumm, still, verharren zeitlos am Teich. Die Sinne sind offen. Wald und Wasser und Tiere erscheinem wie im Zauber einer Märchenwelt.

Hermann Hesse beschrieb uns unsere Erfahrung auf seine Weise:

„Oft saßen sie am Abend gemeinsam beim Ufer auf dem Baumstamm, schwiegen und hörten beide dem Wasser zu, welches für sie kein Wasser war, sondern die Stimme des Lebens, die Stimme des Seienden, des ewig Werdenden.“1
 

Die Kirche selbst (hier ihre West-Krypta) bot sich uns an, achtsam gehend, in der Stille sitzend, singend die Boschaft ihrer Wände und Räume zu erkunden. So wird sie zur Landschaft eines spirituellen Erkenntnis-Weges. Auguste Rodin, der berühte Bildhauer, soll beim Betreten eines Kirchenraumes gesagt haben: „Das ist, als beträte ich den Raum meiner Seele.2 

 
Am letzten Abend, liegt ein Labyrith aus Tüchern und Lichtern im Herz der Kirche, dort, wo Längsschiff und Querschiff uns als Vierung den Raum geben. Wir begehen das Labyrinth. Einzeln. Schweigen. Achtsam. Unterstützt von den Klängen eines orthodoxen Chores3, zu denen wir auch zuvor schon meditiert hatten. Es wird ein Weg in das eigene Zentrum hinein, zum Lichtfunken im Seelengrund, wie es mittelalterliche Mystik ausdücken würde. 
Soweit der Rückblick auf unsere Harzwoche. Vielleicht entsteht für das nächste Jahr eine ähnliche Woche. Dann aber verrmutlich im September
 
 

Anmerkungen

1) Hesse, H. (2007). Siddhartha. Eine indische Dichtung. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch Verlag. Seite 88ff

2) Zitiert nach Helge Burggrabe u.a.: CHARTRES. Lauschen mit der Seele. Eine Spirituelle Entdeckungsreise. Kösel. München. 3. Auflage 2015, Seite111

3) The Cherubim Hymn Valaam Chant, Chamber Choir of 'ORHTODOX', aus: Friedel Kloke-Eibl, Meditation des Tanzes 5

 
 
WERKSTATT SPIRITUALITÄT

Volker Schmidt
Grabbestrasse 6, 22765 Hamburg
Fon 040 / 389 82 37
e-mail  Werkstatt@spiritu.de
Internet www.spiritu.de

 

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