Regelmäßige Meditationsabende

Meditieren angesichts des Corona-Virus-Tsunamis

Unsere regelmäßigen Meditsationsabende sind donnerstags 14tägig. Do. 21.05. (Himmelfahrt), 04.06.18.06.2020 und weiter im 14tägigen Rhythmus. Beginn: 19:15 Uhr 

 

Wir können uns zur Zeit nicht zum gemeinsamen Meditieren treffen. Von daher finden wir uns schon seit Ende März virtuell zusammen, d.h. dass wir zur üblichen Zeit gemeinsam von zu Hause aus meditierenAllen Kontakten unseres Email-Verteilers geht rechtzeitig vorher dazu eine von Volker Schmidt gesprochene Meditationsanleitung im MP3-Format zu.  Inzwischen haben wir von mehr als hudnert Menschen Rückmeldung, dass sie sich - zumeist auch zeitgleich - an diesem gemeinsamen Meditieren beteiligen.

 

 

(5) Do. 21.05.2020. Wieder eine Baummeditation, diesmal zur Birke.

tl_files/images/Baummeditation Birke Titel Chart.jpg

Die Auswahl ist nicht zufällig. Birken sind die ersten, die aus dem Schotter einer stillgelegten Bahnstrecke hervorwachsen. Aus Birken besteht der erste junge Wald, der auf der Abraumhalde einer Zeche zu wachsen vermag. Birken setzen die Begrünung eines verwüsteten Landstrichs wieder in Gang. Andere Bäume folgen später.

 

Machen wir uns in der Fantasie auf zur Birke. Es wird uns guttun, in ihrem Energiefeld in der Stille zu sitzen. Wir kommen in Kontakt mit den Ressourcen der Natur und mit den Ressourcen unserer Seele, - und dies nicht ganz unabhängig von unserem Außen. Im Außen vollziehen sich gerade ein Neubeginn. Was in Zukunft sein wird und sein darf (oder nicht sein darf) ist in vielen Punkten offen. Wir sind Mitgestaltende des Außen. Vielleicht nehmen wir vom Birken-Geist etwas mit für unser Außen. Die Birke hat eine lächelnde Fröhlichkeit an sich und hat in dieser Fröhlichkeit das Durchsetzungsvermögen, Schotterland wieder urbar zu machen. Wir auch. Im Zuge der Zeit.

Baummeditation Birke

 

 

(4) Do. 07.05.2020 meditierten wir im inneren Bild unter einer alten Linde

tl_files/images/Baummeditation Linde Titel Chart.jpgEin Steinkreis um sie herum. Mächtig ihr Stamm. Weitausgreifend ihre Krone. Rauh ihre Borke. Hellgrün ihre herzförmigen Blätter. Ein Duft von Blüten und von Sommer von ihr her zu uns.

Wir nähern uns unserer Linde bitte langsam und achtsam und spürend. Bäume haben ein Kraftfeld um sich herum. Vielleicht spürst Du es, als würdest du im Nähergehen einen neuen Raum betreten. Oder es ist, als würdest du zum Baum hin Grenzlinien überschreiten, die deinen Schritt abbremsen wollen. Oder es ist, als würdest du an mancher Stelle wie durch einen feinen Vorhang hindurch gehen.

Meditation unter der Linde

 

 

(3) Do. 23.04.2020tl_files/images/Im Rauschend der Wellen Titel Chart.jpg: "Den tiefen Frieden im Rauschen der Wellen, den wünsch ich Dir..." Der irische Segen gibt uns als unseren Kontext den Frieden vor, der uns aus der Natur entgegenkommt, jedenfalls dann, wenn wir unser Bewusstsein für ihn öffnen.

Den tiefen Frieden im Rauschen der Wellen, 

den tiefen Frieden im schmeichelden Wird,

den tiefen Frieden über dem stillen Land,

den tiefen Frieden unter den leuchtenden Sternen,

den tiefen Frieden vom Sohne des Friedens, den wünsch ich Dir.

Meditation Den tiefen Frieden im Rauschen der Wellen 

 

 

tl_files/images/Adler-Bewusstsein Titel.jpg

(2) Der Meditationsimpuls zum Do. 09.04.2020 war das Bild vom Adler, der über unseren Niederungen in großer Höhe seine Kreise zieht. Er sieht scharf und genau, was ist, ist aber nicht eingefangen in die Dynamik der Ängste und Kontroversen da unten. Wir als Adler. Bewusstseinsmäßig beinhaltet dieses Bild das Gleiche wie die Aussage „Ihr seid in der Welt, aber nicht von der Welt“ aus dem Johannesevangelium. Und wenn es gelingt, dass die Meditation uns herauslöst aus der unmittelbaren Betroffenheit, dann öffnet sich uns möglicherweise auch der Zugang zur Weisheit, die von umfassenderer Intelligenz ist als unser Alltagsbewusstsein.

Wenn wir dann aus der Meditation zurückkehren in unseren Alltagswelt, dann seien wir uns bitte bewusst, dass da viele in unseren Gesellschaften auf dem gleichen Weg sind. Und wir vielen einen erheblichen Beitrag leisten zur Balance in unserer Gesellschaft und zum guten Ausgang der Krise.

Meditationsimpuls Adler  Es ist dieses Mal keine ausgeführte Meditationsanleitung, sondern nur ein Eingangsimpuls von fünf Minuten. Danach bleiben wir in der Stille sitzen.

 

 

(1) Die erste Meditationsanleitung dieser Art war für Do. 26.03.2020. tl_files/images/Friedvolle TiefeTitel Chart.jpg

Sie nahm das klassische Meditationsbild von dem Meer, das an der Oberfläche zwar sturm- und wellengepeitscht ist, in der Tiefe aber in gelassener Ruhe bleibt, zum Thema. Diese Meditationsanleitung können Sie hier nachhören: Friedvolle Tiefe 

 

 

Sobald die Zeiten wieder normal werden, geht es im alten Stile weiter.

Donnerstag, 14tägig in den ungeraden Kalenderwochen

Gruppe A: 17:00-18:30 Uhr    

Gruppe B: 19:15-20:45 Uhr   

 

Zwischen den beiden Meditationsrunden ist eine Dreiviertelstunde Zeit. Wer mag, sei eingeladen zu Tee und Gespräch zu bleiben. Sie können auch an beiden Gruppen teilnehmen. Zusammen mit der Tee- und Gesprächszeit ergibt sich auf diese Weise mitten im Alltag eine Insel der Ruhe von gut dreieihalb Stunden.

 

Einmal im Vierteljahr gibt es nach der zweiten Gruppe ein einfaches gemeinsames Abendessen mit Brot, Käse, Tee und Wein mit Ende gegen 22:00 Uhr. Die Termine sind: Do. 12.03., Do04.06., Do. 27.08. und Do. 19.11.2020

 

Zu den Inhalten

„Vom Trubel der Gedanken freier geworden und zur Entspannung gefunden“, das sind oftmals erste Äußerungen, mit denen Meditierende ihr Erleben beschreiben. Geht man weiter auf dem Weg, bleibt es bei dem gleichen Geschehen, nur werden diese Erfahrungen tiefer und weiter. Ein innerer Raum von Stille und liebevoller Gelassenheit kann sich zeigen und ein Wesenszug in mir, der tendenziell auch im Alltag aus solchen Quellen leben möchte.

Eineinhalb Stunden sind unser Zeitrahmen. Die Gruppe ist offen. Man/frau kann unverbindlich teilnehmen, gegebenenfalls auch nur gelegentlich. Ein innerer Kern ist schon seit langem und regelmäßig dabei.

 

Kosten: Keine

Ort: 22765 Hamburg Altona, Grabbestrasse 6. Sieben Minuten zu Fuß vom Altonaer Bahnhof. Die Grabbestrasse geht als kleine (!) Sackgasse von der Goetheallee ab.

Anmeldung: nicht erforderlich     

Leitung: Volker Schmidt

 

 

Die Erfahrungsdimension

In allen Angeboten der Werkstatt Spiritualität geht es letztlich darum, über unser "kleines Ich" hinaus mit tieferen Schichten unseres Bewußtseins und mit einer "größeren Wirklichkeit" (Karlfried Graf Dürckheim) in Kontakt zu kommen. Die Erfahrung, die sich in diesem transpersonalen Bereich möglicherweise einstellen, beschreibt Ken Wilber z.B. mit dem Bild von der Tiefe des Meeres.

 

Wer sich auf einen Übungsweg hin zum "transzendenten Selbst" (Ken Wilber) macht, der "findet, zunächst noch unsicher, dann aber mit ständig zunehmender Gewissheit, eine stille Quelle innerer Stärke, die, wie die Tiefe des Meeres, ohne Beunruhigung bleibt, auch wenn die Oberflächenwellen des Bewusstseins von Fluten des Schmerzes, der Angst oder der Verzweiflung gepeitscht werden.  ... Die Entdeckung dieses beobachtenden Zentrums ist so ähnlich, als tauche man aus den unheilschwangeren Wellen an der Oberfläche eines stürmischen Meeres hinunter in die ruhigen und sicheren Tiefen am Meeresgrund. Zunächst gelangen Sie vielleicht nicht mehr als einen Meter unter die bewegten Wogen der Emotionen, aber mit Ausdauer werden Sie vielleicht fähig, klaftertief in die ruhigen Gründe Ihrer Seele hinabzutauchen und, ausgesteckt am Grunde liegend, aufmerksam, aber distanziert zu dem Wirbel aufzublicken, der sie früher gefangen hielt." (Seite 246ff)

 

Literatur

  • Ken Wilber, Wege zum Selbst. Östliche und westliche Ansätze zu persönlichem Wachstum. Arkana, München, 2. Auflage, März 2008. Aus diesem Buch stammen die obigen Zitate
  • Karlfried Graf Dürckheim, Meditieren - wozu und wie. Herder, Freiburg 2001
  • Hetty Draayer: Finde dich selbst durch Meditation. Schirmer, Darmstadt 2007 

 

 

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